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Ivoclar: Individuelle Konzepte in der Professionellen Zahnreinigung – Mehrwert durch differenzierte Politur

Die Professionelle Zahnreinigung ist ein evidenzbasiertes Standardverfahren – doch in der Praxis zeigt sich: Nicht jede PZR ist gleich. Warum die individuelle Politur mehr ist als ein kosmetischer Schritt und wie die richtige Polierpaste die Qualität der Prophylaxe spürbar verbessert, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.
Vesna Braun
19.01.2026

Im Rahmen der zahnmedizinischen Prävention gilt die Professionelle Zahnreinigung (PZR) als evidenzbasiertes Standardverfahren. Sie umfasst die systematische Befundung, die individuelle Beratung und Mundhygieneinstruktion, sowie die Entfernung von harten und weichen Belägen. Ergänzend werden die Zahnoberflächen geglättet, poliert und fluoridiert, um eine Remineralisation zu fördern und das Risiko für Karies und Parodontitis nachhaltig zu senken.

In der täglichen Praxis zeigt sich jedoch: Nicht jede PZR ist gleich, Patienten unterscheiden sich hinsichtlich: Alter, Zahn- und Zahnfleischsituation, Risikoprofil und individuellen Bedürfnissen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, jeden o.g. Arbeitsschritt individuell zu gestalten. Ein besonderer, oftmals unterschätzter Bestandteil ist die Politur im Anschluss an die mechanische Belagsentfernung. Sie hat nicht nur ästhetische, sondern auch funktionelle Vorteile, sondern macht auch für den Patienten die hohe Individualität und die fachliche Qualifikation des Prophylaxe-Teams unmittelbar erlebbar.

Die Individualität der PZR

Die Standard-PZR nach Schema F (bei jedem Patient erfolgt die gleiche Politur, die gleiche Fluoridierung...) ist in der heutigen Prophylaxepraxis überholt.

Stattdessen gilt: 

  1. Patientenzentrierte Planung: Alter, Motivation, Compliance und bestehende Erkrankungen werden berücksichtigt.
  2. Klinische Variabilitäten: unterschiedliche Zahnstellungen, Füllungen, Restaurationen, Implantate oder freiliegende Zahnhälse erfordern angepasste Instrumente und Vorgehensweisen. 
  3. Risikoorientierte Intervalle: Adhärenz, Karies- und Parodontitisrisiko bestimmen die Frequenz der Vorsorge, bzw. Recall-Sitzungen. 

Abb. 1: Mehrwert der Politur.

Nach der Instrumentierung ist die Zahnoberfläche oft aufgeraut. Hier setzt die Politur an: Sie glättet die Oberflächen, reduziert die Anlagerungsmöglichkeit für Plaque, verbessert die Ästhetik, steigert die Patientenzufriedenheit und kann die Hypersensibilitäten verringern. Darüber hinaus dient die Politur auch als diagnostisches Moment, da während der Anwendung feinste Oberflächenunregelmäßigkeiten ertastet werden können.

Abb. 2: Differenzierung nach Abrasionswert.

Auswahl der Polierpasten

Ein professioneller Politurabschluss lebt von der gezielten Auswahl der Polierpasten:

Niedriger Abrasionswert: für sensible Zahnhälse, initiale Läsionen, erosiv geschwächten Schmelz, Abschlusspolitur.

Mittlerer Abrasionswert: für die reguläre Glättung nach Belagsentfernung, universell einsetzbar.

Hoher Abrasionswert: für hartnäckige Verfärbungen, z.B. durch exogene Verfärbungen, wie z.B. Tee, Kaffee, Rotwein oder Nikotin.

Selbstreduzierende Polierpasten enthalten Schleifkörper, die sich während der Anwendung zunehmend zerreiben und dadurch automatisch von grob nach fein übergehen. Abgestufte Pasten bestehen dagegen aus definierten Körnungen mit festem Abrasionsgrad, die je nach klinischer Situation viel gezielter ausgewählt und angewendet werden, was eine differenziertere und indikationsbezogene Politur erlaubt.

Die Kunst der Prophylaxe liegt darin, die richtige Paste für die richtige Situation auszuwählen (eben individuell) – häufig sogar innerhalb einer Sitzung kombiniert.

Das Angebot von: VivaDent Polishing Pasten (Fa. Ivoclar Vivadent) zeigt:

  1. Mehr Behandlungskomfort: die geschmeidige Konsistenz, erleichtert die Verteilung auf den Zähnen, verringert den Materialverbrauch und verhindert das Wegspritzen der Paste während des Polierens.
  2. Flexibilität: unterschiedliche Darreichungsformen, unterschiedliche Abrasionswerte (Fine, Medium, Coarse), unterschiedliche Geschmacksrichtungen, mit/ohne Fluorid. 
  3. Unabhängig der Auswahl: alle sind glutenfrei und frei von Mikroplastik

Fazit

Die PZR ist mehr als ein standardisiertes Protokoll – sie lebt von der Individualisierung – sonst würde man auch nicht von einer Individualprophylaxe sprechen. Besonders die Politur sollte nicht als kosmetische Add-on verstanden werden, sondern als funktional wichtiger Abschluss/Finish der Behandlung. Durch die gezielte Auswahl von Polierpasten mit unterschiedlichen Abrasionswerten lässt sich ein maßgeschneiderter Nutzen für jeden Patienten erzielen. Damit trägt die Politur entscheidend zur Qualität der Prophylaxe bei und machten den Unterschied zwischen einer routinemäßigen und einer wirklich Patienten- und serviceorientierten Zahnreinigung.

Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Testpackung an und fühlen Sie den Unterschied!

Über die Autorin 

Vesna Braun

Dentalhygienikerin, Referentin und Autorin mit über 30 Jahren Erfahrung in Prophylaxe, Parodontologie, Implantatnachsorge und Praxismanagement.
Langjährig tätig im Aufbau und in der Leitung eigenständiger Prophylaxeabteilungen sowie als Praxistrainerin und Speakerin auf nationalen und internationalen Fachveranstaltungen.
Mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Preis für Dentalhygiene. Mitglied führender Fachverbände und Mitgründerin der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/-innen.

Kontakt
www.praxis-and-more.de
V.Braun@praxis-and-more.de

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