Starke Marke, starke Zahnarztpraxis

Eine starke, einheitliche Markenidentität schafft Vertrauen, fördert die Wiedererkennung und hebt Sie von anderen Zahnarztpraxen ab. Patienten, aber auch potenzielle Mitarbeiter, erinnern sich an den Eindruck, den Ihre Praxis hinterlässt, und diese Erinnerung beginnt mit dem, was sie sehen und wie sie sich dabei fühlen.

Wie Corporate Identity und Corporate Design den Erfolg einer Zahnarztpraxis mitentscheiden. Ein Leitfaden für eine starke Marke „Zahnarzt“.

Denken Sie an einige der weltweit bekanntesten Marken, z. B. Coca-Cola, Apple oder Nike. Was kommt Ihnen als erstes in den Sinn? Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit sind es das ikonische rote Logo des Süßgetränkeherstellers, der angebissene Apfel des Techgiganten oder der markante Swoosh des Sportartikelherstellers – stimmt’s? Diese visuellen Symbole sind so tief in unser Bewusstsein eingebettet, dass wir sofort wissen, wofür diese Marken stehen – wir assoziieren automatisch Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühle damit. Diese Wiedererkennbarkeit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten und durchdachten Corporate Identity und Corporate Design.

Auch wenn Ihre Zahnarztpraxis sicherlich nicht die Größe und Reichweite eines globalen Konzerns hat, ist die Grundidee dieselbe: Eine starke, einheitliche Markenidentität schafft Vertrauen, fördert die Wiedererkennung und hebt Sie von anderen Zahnarztpraxen ab. Patienten, aber auch potenzielle Mitarbeiter, erinnern sich an den Eindruck, den Ihre Praxis hinterlässt, und diese Erinnerung beginnt mit dem, was sie sehen und wie sie sich dabei fühlen. Wie schaffen Sie es also mit Ihrer Marke „Zahnarztpraxis“ im Gedächtnis zu bleiben?

Kommen Sie mit auf einen kleinen Lehrgang durch die Marketing-Theorie!

Was ist eigentlich eine Corporate Identity?

Corporate Identity beschreibt die Persönlichkeit einer Zahnarztpraxis. Sie umfasst alle Maßnahmen, die das Selbstbild und die Außendarstellung der Praxis prägen. Dazu gehören das Verhalten gegenüber Patienten, die Werte und Philosophie der Praxis sowie die Kommunikation nach innen und außen. Die CI bildet die Grundlage für eine einheitliche Markenwahrnehmung und schafft Vertrauen bei Patienten und Mitarbeitern.

Die drei zentralen Bestandteile der Corporate Identity sind:

1. Corporate Design (CD):
Das visuelle Erscheinungsbild der Praxis, einschließlich Logo, Farben, Typografie und visueller Gestaltung der Kommunikationsmittel.

2. Corporate Communication (CC):
Die Art und Weise, wie die Praxis kommuniziert, sei es durch Werbung, Patientenkommunikation, Social Media oder interne Kommunikation.

3. Corporate Behaviour (CB):
Das Verhalten der Praxis und ihrer Mitarbeiter im Umgang mit Patienten, Kollegen und Partnern.  
 

Auf das Corporate Design wollen wir im Folgenden genauer eingehen.

Was ist Corporate Design?

Das Corporate Design ist der visuelle Teil der Corporate Identity und spielt eine entscheidende Rolle bei der Markenbildung. Es sorgt dafür, dass die Praxis nach außen hin einheitlich und professionell wahrgenommen wird. Ein starkes CD fördert die Wiedererkennung und schafft Vertrauen bei den Patienten.

Wichtige Elemente des Corporate Designs sind:

Das Logo ist das zentrale Erkennungszeichen der Praxis.

Entweder es ist ein ausgestalteter Schriftzug, z. B. Ihrem Namen, oder ein Symbol, oder beides - eine sogenannte Wort-Bild-Marke. 

Wichtig ist auch, dass das Logo einzigartig ist. Es sollte sich deutlich von den Logos der Mitbewerber abheben, um Verwechslungen und potenzielle rechtliche Konflikte zu vermeiden.

Ein gutes Logo ist einprägsam. Bekannte Beispiele wie die Logos von AEG oder der Deutschen Bank zeichnen sich durch ihre Einfachheit aus und kommen mit wenigen, prägnanten Elementen aus. In der Regel werden Designer mehrere Entwürfe erstellen, aus denen Sie die passendste Version auswählen.

Zudem sollte ein Logo problemlos reproduzierbar sein. Es muss in verschiedenen Medien klar erkennbar und darstellbar sein. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, ob es als einfarbige Variante, beispielsweise als Stickerei für Praxiskleidung, umsetzbar ist.  

 

Die Farben Ihrer Marke sollten Ihre Werte verkörpern und in der Praxis selbst, aber auch auf sämtlichen Medien wieder auftauchen. Wofür wollen Sie stehen und welche Gefühle wollen Sie vermitteln? Bedenken Sie, dass Farben eine starke psychologische Wirkung haben – im positiven wie im negativen Sinn – und das Wohlbefinden der Patienten und Mitarbeiter beeinflussen können.

Im ersten Schritt entscheiden Sie sich für eine Primärfarbe, also die Farbe, die Ihre Marke am stärksten prägen soll. So steht Blau für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Seriosität, kann aber auch kalt wirken. Orange steht für Fröhlichkeit, Energie und Optimismus, oder wirkt gerne auch mal laut und unruhig. Und Rot wie bei AERA? Rot steht für Stärke, Mut und Dynamik, aber kann auch laut und dominant sein.

Nun bleibt es aber meist nicht bei einer Farbe. Sekundärfarben ergänzen die Primärfarbe harmonisch und unaufdringlich. Akzentfarben dagegen, wie der Name schon vermuten lässt, „stören“, das Gesamtbild und sollen sich bewusst abheben.

Gar keine leichte Entscheidung also! Wie Farben auf uns wirken, lesen Sie in folgender Artikelempfehlung.

Die Typografie, also die Schriftart, trägt zur Gesamtästhetik des Praxisauftritts bei und sollte ebenfalls konsistent in allen Kommunikationsmitteln verwendet werden. Sie sollte auf allen Medien funktionieren und immer gut lesbar sein. Bevor Sie sich für eine Hausschrift entscheiden, stellen Sie sich wieder die Frage: Für was möchten Sie stehen?

Eleganz und Professionalität? Sie legen Wert auf eine anspruchsvolle Zahnmedizin und wollen seriös wirken? Dann sind Sie mit klassischen Schriftarten gut beraten.

Innovation und Fortschrift? Bei Ihren Behandlungen greifen Sie auf modernste, digitale Produkte zurück und Ihre Patienten sollen das wissen? Dann bieten sich moderne, serifenlose Schriften an, sie wirken klar, sachlich und zeitgemäß.

Freundlichkeit und Zugänglichkeit? Weil Sie sich möglicherweise auf Kinderzahnheilkunde und Angstpatienten spezialisiert haben? Hier könnten verspielte und kreative Schriftenarten zum Einsatz kommen.

Lesen Sie mehr dazu in folgender Artikel-Empfehlung.

Grafischen Elemente, wie Bilder, Grafiken, Icons und ähnliche visuelle Komponenten spielen eine zentrale Rolle in der Außendarstellung Ihrer Praxis, sei es in Broschüren, auf der Website, in sozialen Medien oder sogar in der Praxis selbst.

Diese Elemente dienen nicht nur der optischen Aufwertung, sondern sie sind essenziell für die Kommunikation Ihrer Marke und Ihres Praxiskonzepts. Einheitlich gestaltete Elemente schaffen dabei einen hohen Wiedererkennungswert, der für das Vertrauen und die Bindung Ihrer Patienten von entscheidender Bedeutung ist. Wenn wiederkehrende Patienten oder Interessenten immer wieder auf ähnliche visuelle Signale stoßen, entsteht ein Gefühl von Vertrautheit und Professionalität.

Worauf haben Sie sich spezialisiert? Haben Sie eine bestimmte Zielgruppe? Welche Gefühle wollen Sie vermitteln? Wollen Sie sich offen und persönlich als Team präsentieren? Spiegeln Sie das und Ihre Werte in der Bildsprache Ihrer Praxis wider. 




So viel zur Theorie!
Diese praktischen Tipps helfen Ihnen bei der Umsetzung

Julia Grafl
Marketing bei AERA
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